Vor- und Nachteile der Transzendentalen Meditation (TM)

Vorteile und nachteile der Transzendentalen Mediation

Transzendentale Meditation (TM) ist eine bewusstseinsbasierte Meditationstechnik, die aus der vedischen Tradition Indiens kommt und von Maharishi Mahesh Yogi seit den 50er-Jahren auch im Westen gelehrt wurde. Nach Angaben der TM-Organisation praktizieren bereits über 10 Millionen Menschen weltweit die Transzendentale Meditation und es gibt inzwischen über 600 wissenschaftliche Studien über den Nutzen dieser Methode. Hier möchte ich möglichst umfassend auf die Vorteile und natürlich auch Nachteile eingehen, um ein möglichst objektives Bild zu zeichnen und meinen Klienten die Entscheidung zu erleichtern.

Ich übe die TM seit Ende 2021 mit wachsender Begeisterung aus und habe einen vertiefenden Einblick in diese und andere bewusstseinsbasierte vedische Technologien in Rahmen meiner Ausbildung als Bewusstseinsberaterin an der Maharishi International University / USA erhalten. Folgende Auflistung bezieht sich ausschließlich auf die Transzendentale Meditation und nicht auf andere Meditationstechniken, darüber habe ich nicht recherchiert.

Vorteile der Transzendentalen Meditation

TM ist wissenschaftlich gründlich erforscht

Es war ein großes Anliegen von Maharishi, die Transzendentale Meditation und andere vedische Technologien mit objektiven wissenschaftlichen Methoden zu erforschen. Einer Legende zufolge spazierte Maharishi mit seinen Mönchen einst in eins der US-Forschungslabors und bestand darauf, seine Gehirnwellen während der Meditation zu messen. Und tatsächlich gab es deutliche Unterschiede zu den damals bekannten Wellenmustern, die im Schlaf oder während der Aktivität entstehen. Es zeigte sich, dass das Gehirn während einer Meditation besonders geordnete Strukturen aufweist und die Gehirnbereiche kohärent arbeiten.

Bereits in der 70er-Jahren entdeckte Dr. Robert Keith Wallace den vierten Bewusstseinszustand, das Transzendentale Bewusstsein und seine besonderen physiologischen Merkmale. Seitdem wurden über 600 wissenschaftliche Studien über TM veröffentlicht, die eine positive Wirkung auf Stresslösung, Herzkreislaufbeschwerden, Diabetes, Immunsystem, biologischen Alterungsprozess, Traumata, ADHS und viel mehr bestätigen. Vermutlich ist die TM eine der am besten wissenschaftlich erforschten Meditationstechniken. Das ist für mich der ausschlaggebende Grund, damit anzufangen und es auch anderen Menschen zu empfehlen.

Stresslösung und effektive Entspannung

Stress gilt inzwischen als eine der wichtigsten Krankheitsursachen unserer Zivilisation. Viele stressgeplagten Menschen sehnen sich danach, endlich zur Ruhe zu kommen. Mit TM gelingt es mühelos, bereits in der ersten Sitzung ist das deutlich spürbar. Mit fortschreitender Übung entspannt sich der Körper tiefer als im Tiefschlaf, während der Geist gleichzeitig hellwach ist. Das nennt man „ruhevolle Wachheit“.

Studien haben gezeigt, dass auch der Stress im kollektiven Bewusstsein abnimmt, wenn nur 1% der Einwohner meditiert. Dieses Phänomen ist als der Maharishi-Effekt bekannt und soll eines Tages für den Weltfrieden sorgen. Der Quantenphysiker John Hegelin startet eine neue Initiative zur Friedenssicherung durch Gruppenmeditation in der Westukraine und sammelt dafür Spenden. Wer sich also mit Waffenlieferungen unwohl fühlt, kann das finanziell unterstützen oder sich selbst einer solchen Gruppe anschließen, z. B. bei der Weltfriedensversammlung im Sommer in Österreich. Als Ukrainerin begrüße ich alle solchen Bemühungen, auch wenn sie erst langfristig wirken können und keinesfalls das Recht auf akute Selbstverteidigung verweigern sollen.

Verbesserung der kognitiven Funktion

Jede Erfahrung verändert unsere Physiologie und das Gehirn, das nennt man Neuroplastizität. Die TM erzeugt besondere Gehirnwellen, auch Alpha1-Wellen genannt. Unter diesen Wellen arbeiten beide Gehirnhälften besonders geordnet und kohärent, also im Einklang. Es gibt auch Hinweise darauf, dass die TM Aktivität im präfrontalen Kortex und im Parietallappen erhöht, die für Aufmerksamkeit, Konzentration und Arbeitsgedächtnis wichtig sind.

Stress kann die kognitiven Funktionen beeinträchtigen, insbesondere die Konzentration und das Arbeitsgedächtnis. Wenn man regelmäßig TM praktiziert, kann dies dazu beitragen, den Stresspegel zu senken und somit die kognitiven Funktionen zu verbessern.

Verbesserung der psychischen Gesundheit

Einige Studien haben gezeigt, dass TM helfen kann, Angstzustände und Depressionen zu reduzieren. Es gibt ermunternde Ergebnisse in der Behandlung der US-Veteranen mit PTBS. Eine kürzlich veröffentlichte Studie mit 200 traumatisierten ukrainischen Flüchtlingen zeigte eine signifikante Abnahme der Symptome nach nur einem Monat der TM-Praxis.

Natalya Egorova, Ex-Frau von Vitalij Klitschko, empfiehlt das TM-Programm ihren Landsleuten

Verbesserung der Schlafqualität

Mehrere Studien deuten darauf hin, dass TM dazu beitragen kann, die Schlafqualität zu verbessern und Schlafstörungen zu reduzieren. Laut DAK schlafen 80 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland schlecht. Und wer nicht ausgeschlafen ist, arbeitet weniger produktiv, macht Fehler, ist weniger kreativ und sozial engagiert. Die Ursache für den schlechten Schlaf ist der chronische Stress, die Sorgen und die Ängste, die es dem Körper nicht erlauben, während der Nacht zu entspannen und zu erneuern. Die systematische und regelmäßige Stresslösung während der TM gibt dem Nervensystem die Chance, auch in der Nacht besser zu entspannen.

Positive Wirkung auf Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Einige Studien zeigen, dass bei regelmäßiger Praxis der Bluthochdruck reduziert und weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert werden können. American Heart Association empfahl die TM als einzige Meditationstechnik, die bei Bluthochdruck wirksam ist. Auch hier basiert der Erfolg auf der effektiven Stresslösung und Beruhigung des überaktiven Sympathikus, was wiederum positive Veränderung in der Biochemie, z.B. Senkung des Cortisolspiegels mit sich bringt.

Steigerung des Selbstwertgefühls und bessere soziale Beziehungen

Das regelmäßige Abtauchen in die Stille und tiefe Verbundenheit mit sich selbst wirken sich positiv auf alle Bereiche des Lebens aus. Wenn es gelingt, regelmäßig aus der belastenden Stressspirale auszusteigen, beginnt man, in sich selbst zu ruhen und sich besser zu kennen. Äußere Umstände und Meinungen anderer spielen nicht mehr eine übertrieben dominante Rolle in der Wahrnehmung. Die Person ist imstande, besser mit den täglichen Herausforderungen fertigzuwerden und Probleme ganzheitlicher und kreativer zu lösen. Langfristig fördert die TM persönliche und spirituelle Entwicklung.

TM ist leicht zu erlernen und zu praktizieren

In der Regel erlernt man die TM innerhalb von vier Tagen je ca. 2 Stunden Unterricht, in Präsenz oder Hybrid (Online+Offline). Danach kann man allein weitermachen. Die Praxis erfordert keinerlei spezielles Equipment, bestimmte Sitzposition oder anstrengende Konzentration auf etwas. Man sitzt einfach bequem, mit geschlossenen Augen, und das kann man überall machen. Auch im Zug, im Auto, im Flugzeug, im Park oder im Büro;).

Bevor ich TM entdeckte, habe ich diverse andere Meditationstechniken ausprobiert, wie geführte Meditationen, Konzentration auf den Atem, Achtsamkeit oder binaurale Frequenzen. Es war für den ersten Einstieg besser als nichts, aber meistens bin ich daran gescheitert, dass es mir doch zu anstrengend war. Der Ansatz der TM ist ein völlig anderer, es geht leicht und vermutlich nur deshalb konnte ich es erfolgreich in meine Routine einbinden.

TM erfordert keinen Glauben und ist nicht an eine bestimmte Religion gebunden

Der Ursprung der Transzendentalen Meditation liegt in jahrtausendealter vedischer Tradition Indiens, insbesondere in Himalaya verbreitet. Die hinduistische Religion ist auch dort begründet, ist aber nur eine der vielen Interpretationen.

Maharishi versuchte, zum Kern der „reinen Lehre“ vorzudringen und seine Techniken an das wissenschaftliche Zeitalter anzupassen. Daher erfordert es keinerlei religiöse Verpflichtung, um TM auszuüben. Die Praxis steht nicht im Konflikt zur eigenen Religion und kann sogar deren Verständnis vertiefen. Auch für Atheisten dürfte TM interessant werden, denn sie wirkt, auch wenn man nicht daran glaubt.

Nachteile der Transzendentalen Meditation (TM)

TM erfordert Zeit und Selbstverpflichtung

Auch wenn wohltuende Entspannung bereits in der ersten Sitzung deutlich spürbar ist, treten tiefgreifende und nachhaltige Effekte erst nach regelmäßiger und längerer Praxis ein. Wie lange es dauert, hängt vom bereits gespeicherten und gelebten Stress und täglichen Routinen, die auch einen wesentlichen Einfluss auf das subjektive Empfinden haben. Unsere Physiologie benötigt einfach Zeit, um neue neurologische Verbindungen, Kreisläufe und Muster zu etablieren.

Wie jede Mediation wirkt TM bei regelmäßiger Anwendung am besten

Persönliches Treffen mit TM-Lehrer erforderlich

Die Vergabe der TM-Technik erfolgt ausschließlich in einer 1:1-Sitzung mit dem zertifizierten Lehrer, auch wenn das Hintergrundwissen in einem Gruppenkurs oder mithilfe einer speziellen App erfolgen kann.

Insbesondere für die Menschen, die in den abgelegenen ländlichen Gegenden wohnen, fallen zusätzlich noch Anreise-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten an.

TM zu erlernen, kostet Geld

Wenn du bis hierher mit wachsendem Interesse gelesen hast und TM gerne auszuprobieren möchtest, wirst du vielleicht überrascht sein, eine gar nicht so symbolische Kursgebühr zahlen zu müssen. Die Kursgebühr orientiert sich nach der Einkommenssituation und kann in verschiedenen Ländern unterschiedlich ausfallen.

In Deutschland kostet der viertägige TM-Grundkurs einschließlich der zwölfmonatigen Follow-Up-Sitzungen und der Kursgebühr für den Wochenend-Vertiefungskurs 1190 € und für eine Familie (Vater, Mutter und alle Kinder unter 18 Jahren) 1.785 €. Schüler, Studenten, Auszubildende, Arbeitslose und andere Personen mit geringem Einkommen können einen 50%prozentigen Rabatt oder eine zinslose Ratenzahlung beantragen.

In der Ukraine kostet dieser Kurs z.B. ca. 200 € und ist für die Militärangehörigen gebührenfrei. Auch die ukrainischen Geflüchteten sollen diese Technik kostenlos erlernen können, dazu werden Spendengelder gesammelt.

Die TM-Organisation ist nach US-Recht eine Non-Profit-Organisation und nutzt die Gelder nach eigenen Angaben für die Entlohnung der selbstständigen Lehrer, wissenschaftliche Forschung und Lehre, den Erhalt und die Pflege des kulturellen Erbes in Indien und für weltweite wohltätige Projekte wie TM in Schulen und sozialen Brennpunkten.

TM ist ungeeignet bei psychischen Störungen und Drogenmissbrauch

Auch wenn es eine Vielzahl Studien gibt, die eine positive Wirkung der TM auf die Psyche und Körper-Geist-Koordination bestätigen, soll bei schweren und akuten psychischen Erkrankungen zuerst ein Facharzt konsultiert werden. Die aktive Nutzung der Drogen ist zunächst auch ein Ausschlusskriterium, erst nach 15 drogenfreien Tagen darf man die TM erlernen.

Die Verehrung von TM-Gründer Maharishi mutet wie ein Kult an

2008 verstorbene Maharishi Mahesh Yogi muss ein ganz besonderer Mensch mit raumfüllender Präsenz, Güte und Weisheit gewesen sein. So berichten es die Augenzeugen und die Menschen, die ihn persönlich kannten. In seinen wallenden Gewänden, umrahmt von perfekten Blumenarrangements, gab er einen perfekten Guru ab. Bis heute begrüßen sich seine Anhänger mit „Jai Guru Dev“ und veranstalten Feierlichkeiten zu seinem Geburtstag. In seinem Geburtsland Indien wurde Maharishi für seine Verdienste sogar mit einem Staatsbegräbnis und mit einer Briefmarke geehrt.

Diese in der heutigen Zeit seltsam anmutende Verehrung war sicher auch dem Zeitgeist der 60er und 70er-Jahren geschuldet, als es in Mode war, einem Guru zu folgen.

Dr. Tony Nader, der designierte Nachfolger von Maharishi und Vorsitzender der TM-Organisation bemüht sich, eher nüchtern-wissenschaftlich aufzutreten und keinen Kult um seine Person entstehen zu lassen. Auch an vedischen Zeremonien nimmt er locker und humorvoll teil.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Vorteile der Transzendentalen Meditation gegenüber den (vermeintlichen) Nachteilen deutlich überwiegen. Wenn du also auf der Suche nach einer Meditation bist, die mühelos, natürlich und wirksam ist, solltest du TM in Erwägung ziehen. Die investierten Kosten und die erforderliche Zeit sind im Verhältnis zum wissenschaftlich bestätigten Nutzen fast schon lächerlich.

Meines Erachtens ist die Meditation oder eine wie auch immer geartete Spiritualität eine wichtige Säule der Selbstfürsorge. TM hilft mir enorm, in meinem Alltag als berufstätige Mutter dreier Teenager (eine davon ist meine aus der Ukraine geflüchtete Nichte) einigermaßen gut zurechtzukommen. Der russische Vernichtungskrieg gegen meine Heimat Ukraine belastet mich sehr und hat tiefe seelische Wunden hinterlassen. Mit TM kann ich für ein paar Minuten am Tag zur Ruhe kommen, etwas Abstand gewinnen und langfristig eine stabile Resilienz aufbauen.

Wenn du dich noch umfassender über die TM informieren möchtest, schreibe mir eine E-Mail oder melde dich zu einem kostenlosen Info-Vortrag in deiner Nähe oder online an. Diese Vorträge werden von den ausgebildeten TM-Lehrern gehalten, und du erhältst kompetente Antworten auf deine Fragen.

Von admin

Hi, ich bin Marianna Sajaz. Ich bin Lehrerin, Politologin, Bloggerin und Selbstfürsorge-Coach. Ich schreibe über Bewusstsein, praktische Spiritualität und Gewohnheiten. In einem kostenlosen Impulscoaching zeige ich dir, wie dein Bewusstsein zum besten Verbündeten in deinem Leben wird. Wenn du deine Gewohnheiten ändern möchtest und dabei Unterstützung brauchst, melde dich für das kostenlose Webinar "10 Hacks for Habit Change".

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